Gesangverein Concordia 1843 e.V.  Kruft

 

aus unserer Geschichte:

 

 

Der Krufter Gesangverein, aus welchem im Jahre 1878 der Gesangverein "Concordia" hervorgegangen ist, wurde am 30. November 1843 gegründet und kann 2018 auf sein 175-jähriges Bestehen zurückblicken. Wie hat alles begonnen?

Am 26.11.1843 fanden vorbereitende Verhandlungen zur Gründung des Vereins statt. Das nachfolgende Gründungsprotokoll ist noch im Besitz des Vereins.

"Aufgenommen zu Kruft am dreyzigsten November achtzehnhundert drey und vierzig. Infolge der in der Beratenden Zusammenkunft vom sechs und zwanzigsten dieses auf heute festgesetzten zweiten Versammlung, stellten in derselben die Herren Lehrer Frank und Meurer mit Peter Joseph Lohner, ihrem erhaltenen Auftrage gemäß die nach- folgenden Einwohner von Kruft vor, um in den sich bildenten Gesangverein aufgenommen zu werden, nämlich

 1. den Bürger Jakob Neunheuser, Maurer

2. den Bürger Johan Engels, Musikus

3. den Bürger Johan Neunheuser, Maurer

4. den Bürger Johan Joseph Ochtendung, Musikus

5. den Bürger Johan Peter Breidbach ledigen Standes

6. den Bürger Johan Luxem vom Bahnerhof ebenfalls ledigen Standes

7. den Bürger Benedikt Krämer, ebenfalls ledig

Da durch diese Zahl die Versammlung so zahlreich wurde, dass der Verein zu Stande gebracht werden kann, und alle Anwesenden vierzehn an der Zahl dafür waren: so erklärte die Versammlung sich hiermit mittels Ihren Unterschriften und Vollziehung dieses Protokolls als Verein begründet, und nahm den Namen "Krufter Gesangverein" mit der Devise "Ausdauer führt zum Ziel" an. Der provisorische Sekretär Herr Sebastian Breidbach verlas sodann seinen Entwurf für die Statuten der Gesellschaft. Da derselbe einstimmig Beyfall fand, so wurde dieser Entwurf sogleich als wirkliches Statut anerkannt und auf dem Original mittels sämtlicher Unterschriften der Mitglieder vollzogen.

Der Verein schritt nun sogleich zur Wahl seines Direktors und wählte als solchen einstimmig den ersten Lehrer Herrn Heinrich Frank. Der soeben gewählte Herr Direktor schlug sodann der Versammlung zu seinem Stellvertreter oder Subdirektor, den zweiten Lehrer Herrn Meurer, zum Kassenprüfer den Herrn Anton Weiß und zum Sekretär den schon provisorisch ernannten Sebastian Breidbach vor. Einstimmig genehmigte hierauf die Versammlung die vom Herrn Direktor vorgeschlagenen drey Personen für die bezeichneten Ehrenämter und erkannte zugleich an, dass diese drey mit Einbegriff des Herrn Direktors den Vorstand des Vereins bilden sollten.

Der gewählte Vorstand beschloss nun mit Bewilligung aller Mitglieder, dass der erste Jahresbeytrag von fünfzehn S-Groschen binnen acht Tagen an den Vereinskassierer zu bezahlen seyen; einstimmig stellte sodann der Verein diese Beträge zur Verfügung seines Vorstandes, um damit die ersten Bedürfnisse der Gesellschaft anzuschaffen. Der Verein beauftragte sodann seinen Sekretär die vollzogenen Statuten mit der Nr. zwey zu bezeichnen, das Vereinssiegel sobald ein solches vorhanden beyzudrücken und solche für den Verein in Original aufzubewahren; alle ferneren schriftlichen Verhandlungen, welche in der Regel nur vom Vorstande unterzeichnet werden, aber ebenfalls mit fortlaufender Nummer zu bezeichnen; das Vereinssiegel beyzudrücken und den Papieren der Gesellschaft beyzulegen. Der Verein schloss nun seine heutige Versammlung und setzte die nächste auf Dienstag den fünften Dezember d.J. fest, und zwar in demselben Local des Herrn Lehrers Frank; vollzog sodann seine heutigen hier niedergeschriebenen Verhandlungen und Beschlüsse nach deren Verlesung mittels Unterschrift sämtlicher Mitglieder.

So gesehen zu Kruft wie Eingangs Frank, Direktor Meurer, Subdirektor Weiß, Kassenführer S. Breidbach, Sekretär Wilh. Neunheuser J. Joseph Neunheuser Peter Joh. Lohner Jakob Neunheuser Johan Engels Johann (unleserlich) Johan Joseph Ochtendung F.P. Breitbach Wilhelm Luxem Benedikt Krämer.“

Der "Krufter Gesangverein" war damit gegründet. Der Zweck des Vereins ist in Artikel 2 der Statuten festgelegt und lautet: 'Förderung und Veredlung des Gesanges und geselligen Vergnügens, sowie die Verschönerung des Kirchengesanges" Erster Dirigent war Herr Lehrer Frank, welcher den Verein ohne Entgelt dirigierte. 

Hier ein Schreiben des Herrn Pastor Adeneuer nach seiner Ernennung zum ersten Ehrenmitglied des Vereins:

An den wohllöblichen Vorstand und die Mitglieder des Krufter Gesangverein; 

Es gereicht mir, meine vielgeliebten Pfarrkinder zur ganz besonderen Freude zu erfahren, daß Sie für eine ebenso edle, als erhabene und liebenswürdige Idee, die verwirklicht und ausgeführt nur Beifall und Segen zur Folge haben kann, begeistert sind. Ist schon ein derartiges Unternehmen an und für sich schön und erfreulich, und lobenswert und wahrhaft Gott gefälliger wird es, wenn so edle Zwecke und Absichten damit verbunden werden, wie an Hand der § 2 Ihrer Statuten, welche letztere recht gründlich und reiflich durchdacht, mit Umsicht und Fleiß entworfen und wohl geordnet sind, erwähnt. Ihre Devise ist wohlgewählt und sinnig, sie bleibe Jahre Heilig! Bewahren Sie dieses Heiligthum, bewahren Sie diesen Ihren Wahlspruch stets unentwegt im Auge, dann wird der fromme Zweck erreicht. Ehre wird Ihnen werden und Lohn; Ehre unserem Ort; gefördert werde die gute Sache; erfreut und erbaut allen Mitmenschen. Darum nur mutig ans Werk! Ist auch jeder Anfang schwer, so habe ich zu Ihrem guten Willen das wohlbegründete Vertrauen, dass Sie die sich Ihnen entgegenstellenden Hindernisse besiegen, und das schöne Ziel welches Sie sich vorgestellt haben, erreichen werden. So gern ich darum der Sache selbst meinen vollsten Beifall zolle, so wohl tät es mir zu sehen, dass Sie die freundliche Absicht haben, mich als Ehrenmitglied in Ihren Verein aufzunehmen, und während ich dieses mit Freuden annehme, will ich es nicht versäumen, Ihnen hiermit meinen herzlichen Dank für diese Ihre Aufmerksamkeit zu sagen. Indem ich Ihnen dann schließlich zu dem edlen Werke von Herzen Glück wünsche, werde ich nicht unterlassen den Vater im Himmel, der von jedem frommen und unschuldigen Unternehmen seiner Kinder seinen Wohlgefallen hat, zu bitten, daß er Ihrem Streben seinen reichen Segen verleihen wolle. Gelangen Sie endlich meine Wertschätzung, daß ich nach Kräften wie der Sache selbst stets zugethan und wohlgewogen bleiben werde.

Kruft, den 14. Dez. l843 Ihr ganz ergebenster Pastor Adeneuer 

Aus einem Protokoll vom 18.12.1843 kann man entnehmen dass Ehrenmitglieder die bei Ihrer Aufnahme den fünfjährigen Beitrag von zwei Thalern, fünfzehn Silbergroschen bezahlen, sogleich das Recht auf die in § 26 der Statuten den wirklichen Mitgliedern zugesicherte letzte Ehrenbezeigung erlangen.

Auch für die Logistik wurde gesorgt:

 Das Lokal des Vereins wird jeden Sonntag und Freytag einstweilen bis zum ersten März nächsthin zu Uebungen oder auch zur geselligen Unterhaltung der Vereinsmitglieder geheizt und erleuchtet, und zwar von fünf bis sieben Uhr abends.

 Wollten die Mitglieder des Vereins länger im Vereinslokal verweilen, so wurde das Lokal bis neun Uhr geheizt und erleuchtet, die Kosten gingen zu Lasten der Vereinskasse.

Aus einem Protokoll vom 26. Jan. 1844:

Am heutigen Tage machte der Herr Kassierer Weiß den Mitgliedern die Anzeige, daß dem Sohn des hiesigen Bürgers . . . und der Tochter des Bürgers . . .  jedem ein paar neue Schuhe abgeliefert worden seyen; ein drittes paar Schuhe wurde nicht angefertigt weil für jetzt die zu diesem Zwecke bestimmten Gelder nicht ausreichten.

So ist die Gemeinnützigkeit des Vereins bereits in seinem ersten Jahr nachgewiesen.

5.2.1844 Aus dem Protokoll: . . . . dass die am 26ten vorigen Monats abgehaltene größere Gesangsprobe schön und ohne alle Unordnung abgelaufen ist, und zwar so, daß viele der versammelten circa 70 Zuhörer worunter der Herr Pfarrer von hier und von Nickenich Ihren ungetheilten Beyfall und vollkommene Zufriedenheit aussprachen.

Auch der Herr Schöffe Peter Joseph Kill beehrte diese Probe mit seiner Gegenwart . . . .

 

26.2.1844 . . . Der Kassenführer machte noch der Versammlung die Anzeige daß der Vereinskasse an milden Beyträgen für die Armen ein Thaler zugeflossen sey. Der Verein bestimmte dass von dem erwähnten Thaler dem hiesigen Bürger . . . . welcher mit seiner kranken Frau sich in einer sehr hilflosen Lage befindet, fünfzehn Silbergroschen ausbezahlt werden. . . .

Früh wurde auch für die disziplinierte Teilnahme an den Proben gesorgt. So wurde festgelegt, dass dasjenige Mitglied welches bei einer Versammlung, ohne vom Direktor persönlich entschuldigt zu sein, nicht erscheint, ohne weiteres eine Strafe von 5 Silberggroschen zum Vorteil der Vereinskasse zu zahlen hat.

Der Verein beschloss weiter noch einstimmig, dass im Lokal des Gesangvereins eine verschlossene Armenbüchse angebracht werden soll, damit den Bemittelten sowohl als auch den weniger Bemittelten Gelegenheit dargeboten würde, größere und auch kleinste Gaben unbemerkt den Armen zufließen zu lassen.

Der Schlüssel zu dieser Büchse wurde dem Herrn Pastor Adeneuer zur Aufbewahrung übergeben werden.

Über die Verwendung der milden Gaben beschließt der Vorstand mit dem Herrn Pastor.
Die Unterstützung an Arme im Dorfe soll jedoch in keinem einzelnen Falle höher als fünfzehn Silbergroschen sein.

Mit Bewilligung des Herrn Pastors wurde am Josepfstag den 19. März 1844 erstmals ein Versuch im Kirchengesang durch Ausführung einer deutschen Messe gestartet.

Abends um 7 Uhr fand dann das erste Konzert des Gesangvereins statt.

Jedes Jahr am 30. November wurde das Stiftungsfest und im Laufe der Jahre sonstige Festlichkeiten abgehalten. Sämtliche Reinerträge wurden nach Angaben des Herrn Pastors Adeneuer an die Armen des Dorfes am Schluss des Vereinsjahres verteilt.

 

Es würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, wenn alle Regularien des damaligen Vereinslebens aus den ersten Jahren nach der Gründung detailliert dargestellt werden sollten.
Aus den noch vorhandenen Protokollen ist zu sehen, dass verschiedene Mitglieder an den strengen Vereinsstatuten scheitern mussten. Dreimaliges Fehlen bewirkte den Ausschluss aus dem Verein. Diese strenge Regel gibt es heute nicht mehr.

Es wurden Dinge beschlossen, wie Anschaffung eines Vereinssiegels, Liederheften, Mietung eines Probelokals, Kauf eines Ofens zum Kohle heizen, Vereinsabzeichen und Armbänder. Anschaffung einer blechlackierten Armenbüchse mit einem kupfernen Verhangschlößchen dazu.
Über den Kauf eines Taktstockes für 12 Silbergroschen wurden lange Verhandlungen geführt. lm Jahre 1844 wurde für 4 Thaler 15 Silbergroschen vom Schreiner Herig ein Schrank mit 2 Türen angefertigt. 

Im Jahre 1878 wurde die erste Vereinsfahne angeschafft. Auf dieser Fahne führt der Gesangverein den Namen Gesangverein "Concordia" Kruft. Die heutige Vereinsfahne wurde im Jahre 1962 angeschafft.

 

In den Jahren von 1878 bis 1883 standen Herr Hauptlehrer Schumacher aus Kruft, und Herr Pet. Jos. Lohner, Musiker aus Kruft, dem Verein als Dirigent vor.

Vom Jahre 1884 bis zum Jahre 1901 wurde der Verein von dem Dirigenten, Herrn Chormeister Johann Heinzen dirigiert

Die Sänger im Jahr 1900:

 

Von 1901 bis zum Jahre 1911 war Herr Hauptlehrer Schumacher wieder Dirigent, der den Verein auf eine beachtenswerte Höhe brachte und auf den Gesangswettstreiten 1902 in Weißenthurm, 1903 in Vallendar und 1906 in Niedermendig gute Erfolge erringen konnte.

Im Jahre 1911 wurde Herr Musikdirektor Josef Heinzen aus Kruft als Dirigent angestellt und Herr Johann Andernach als 1. Vorsitzender gewählt.

 

Hier beim Ausflug zum Waldfrieden im Jahr 1913:

 

 

Im Jahre 1913 übernahm Herr Musiklehrer Knauff aus Mayen den Dirigentenposten, welchem noch in demselben Jahre Herr Anton Anschau aus Mayen als Chormeister folgte, der den Verein bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges dirigierte. Durch den Krieg wurde die größte Anzahl der Mitglieder zur Fahne berufen und die Tätigkeit des Vereins ruhte bis zum Oktober 1919.

 

1919 wurde für den gefallenen 1. Vors. Herrn Andernach Herr P. Breitbach gewählt und Herr Anschau aus Mayen wieder als Dirigent berufen.

Vom Jahre 1920 bis 1923 wurde der Verein von Musiklehrer Johannes Girgert aus Nickenich dirigiert und Herr Josef Lohner war von 1922 bis 1923 1. Vors. des Vereins.

Im Jahre 1924 wurde dann der spätere Ehrenvorsitzende Herr Peter Becker zum 1. Vorsitzenden gewählt.

In dieser Zeit konnten die Sänger der „Concordia" auf 9 besuchten Wettstreiten und Wertungssingen die folgenden Plätze erzielen: 1924 Leutesdorf 1. Klassenpreis, 1. Ehrenpreis 1925 Andernach 1. Klassenpreis, 2. Ehrenpreis 1926 Miesenheim 1. Preis/Wertungssingen 1926 Bendorf 1. Klassen-Ehren u. Höchst-Ehrenpreis 1927 Obermendig 1. Preis/Wertungssingen 1927 Höhr 1. Klassen, 1. Ehren u. Höchster Ehrenpreis 1928 Gondorf 1. Klassen, 1. Ehren u. Höchster Ehrenpreis 1933 Welling 1. Klassen, 1. Ehren u. Höchster Ehrenpreis 1934 Andernach 1. Preis/Wertungssingen.

 Von 1922 bis 1928 wurde der Verein von Herrn Konzertmeister Johannes Starke aus Pfaffendorf geleitet.

Anlässlich des 85-jährigen Bestehens fand im Jahre 1928 ein Gesangswettstreit statt. Bürgermeister Hasdenteufel aus Andernach übernahm das Protektorat und Fabrikdirektor Franz Sehnem aus Kruft den Ehrenvorsitz. Am Wettstreit beteiligten sich 13 Vereine mit 602 Sängern.

Von 1928 bis 1929 leitete Musikdirektor Willi Schell, Köln, den Chor, der wegen zu starker beruflicher Überlastung den Dirigentenstab an seinen Neffen Musikdirektor Josef Schell aus Sieglar bei Troisdorf abgab

Durch den Beginn des 2. Weltkrieges am 1.9.1939 erfolgte die Einberufung einer Anzahl aktiver Vereinsmitglieder. Eine Aufrechterhaltung des Chorgesanges war nicht mehr möglich, so dass die Vereinsarbeit völlig zum Erliegen kam.

Der Wiederbeginn: Am 11.Mai 1946, wurde mit Genehmigung der franz. Besatzungsbehörde zwecks Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit die erste Versammlung nach dem Krieg abgehalten. Im Verlauf des 2. Weltkrieges ließen viele Concordianer ihr Leben bzw. gelten als vermisst. Herr Jakob Wilkes wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Mit der 1. Probe am 21. Mai 1946 im Lokal Breitbach gab er den Start in eine neue Zeit. Der Chor stand wieder unter der Leitung von Herrn Josef Schell. Erfahrungen der älteren Sänger und die Begeisterung des jugendlichen Nachwuchses ermöglichte schon in den ersten Nachkriegsjahren die Veranstaltung mehrerer Konzerte mit bekannten Solisten wie Peter Nol, Georges Athana, Christo Bajew usw.

In den ersten Nachkriegsjahren wurde der Verein von folgenden Vorsitzenden geführt: Jakob Wilkes von 1946 - 1949, Michael Daun von 1949 - 1959, Peter Becker von 1950 - 1953, Fritz Keller von 1953 - 1958 und Walter Daun von 1958 - 1960.

 Besonders die jüngeren Sänger damals begnügten sich nicht allein mit den laufenden Chorproben, sondern bildeten Gruppen, die jedes Jahr mit Unterstützung erfahrener Laienspieldarsteller Theaterstücke, Singspiele und Operetten aufführten. Unter der Regie von Kaspar Schmitz, Wilhelm Peters und Wilhelm Roos gelangten "Die schöne Müllerin", "Die schöne Postmeisterin", "Försteranni", Die Bettelprinzessin", "Die Winzerprinzessin vom Rhein", "Der arme Musikant" usw. zur Aufführung.

Im Jahre 1951 errang der Chor mit 69 Sängern auf dem großen Gesangwettstreit in Östrich-Winkel in der II. Stadtklasse zwei 1. Preise und den Dirigentenpreis.  1954 waren die Concordianer gegen stärkste Konkurrenz in Nickenich erfolgreich und errangen einen 1. und einen 2. Preis. Mit dem 1. Preis im Preissingen kehrte der Chor 1958 aus Bad Mingolsheim zurück.

Nach über 30-jähriger erfolgreicher Zusammenarbeit, trennte sich 1960 Chor und Dirigent. Nachfolger wurde Chorleiter H. Hansen, Gesangspädagoge aus Bonn. Ihm folgte 1961 Chorleiter Fritz Donnecker aus Niederbieber.

Am 21.2.1960 wurde Hermann Peters zum 1. Vorsitzenden gewählt, der sich mit aller Kraft für die Belange des Vereins einsetzte

 Am 7. Januar 1961 kam es zu erfolgreiche Wiederaufführung der Operette "Die Bettelprinzessin". Zur passenden Einleitung sang der Chor aus Verdis Oper der Troubadour den Zigeunerchor. Regie und Einstudierung lagen in den Händen von Kaspar Schmitz und Toni Andernach.
Am 18. März 1961 gab es einen großen Festkommers aus Anlass des Bundeschorfestes in Kruft. In Anwesenheit des gesamten Bundesvorstandes und des Kreisvorstandes wurde den zahlreichen Besuchern sehr gute Musik geboten. Bei dieser Sängerrunde wirkten die Vereinigten Musiker von Kruft, sowie die Chöre aus Nickenich, Bonefeld und Kruft mit. Als Solisten sangen: Erna Busenkell, Herbert Kranz, Erich Hendges u. Hans Meurer. 

8.0ktober 1961: Durch den Kultusminister Dr. Orth wurde uns die Carl-Friedrich Zelter Plakette in Bad-Kreuznach verliehen. Der Gesangverein "Concordia" war der älteste anwesende Chor von 36 Vereinen. 

Die Fahne von 1914 mußte 1962 erneuert werden: 

 

 

Am 4. Und 5. Mai 1963 fand das Jubelfest aus Anlass des 120-jährigen Bestehens des G.V. "Concordia" 1. Amtssängerfest in Kruft statt.

Am 5. und 6. Juli 1963 waren die Krufter Sänger erstmals bei einem internationalen Gesangwettstreit in Venlo/ Holland erfolgreich.

Am 26. Februar 1967 befand sich der Gesang-Verein Concordia wieder unter der Leitung von Musikdirektor J. Schell.

7. April 1968: Als offizielle Eröffnung des 125ten Jubeljahres gab es ein Chor-u. Solistenkonzert mit der Opernsängerin Margaretha Kyriaki von der Hess. Staatsoper Wiesbaden.

6. - 8. Juli 1968: Unter der Schirmherrschaft von Amtsbürgermeister Erich Dahm feiert der G.V. Concordia sein 125-jähriges Bestehen, und hatte zu festlichen Musiktagen in sein Heimatdorf eingeladen. Mittelpunkt dieser Tage war der sonntägliche Gesangwettstreit mit 19 Chören mit über 850 Sängern. Es gewann der Chor aus Nickenich.

 


Teilnahme am Karneval in Kruft

Auf der Jahreshauptversammlung am 26.3.1972 erklärte der langjährige 1. Vorsitzende, Hermann Peters, seinen Rücktritt.

Als Nachfolger wurde von der Versammlung Herr Erich Hendges zum neuen l. Vorsitzenden gewählt

Als Nachfolger von Herrn Schell wurde 1973 Herr Werner Lohner aus Mendig engagiert. Unter seiner Leitung nahm der Chor bereits zwei Monate später, vom 16. - 18. Juni 1973 am 125-jährigen Jubiläumswettstreit des MGV Bad Schönborn-Mingolsheim teil.

Bereits zwei Jahre später trennte sich der Verein wieder von Herrn Lohner und verpflichtete Herrn Otmar Freitag aus Miesenheim als neuen Chorleiter. der im September 1975 die Probenarbeit aufnahm.

Es folgten 5 Jahre regen Vereinslebens, die mit einer Menge von gesanglichen Aktivitäten im örtlichen Bereich wie auch mit Besuchen bei auswärtigen Veranstaltungen angefüllt waren.
Bedingt durch den plötzlichen Tod des Vereinswirtes Clemens Berresheim im Sommer 1980, wurde die wöchentliche Chorprobe ins Gasthaus des Vereinsmitgliedes Lothar Monschau verlegt.

Am 23.5.1981 war der G.V. "Concordia" an einem festlich gestalteten Wochenende Ausrichter des 19. Sängerfestes der Pellenzchöre, das in der eine Woche zuvor neu eröffneten Krufter Vulkanhalle stattfand. Seit dieser Zeit wird die Chorprobe im Frankensaal der Vulkanhalle abgehalten.

Das 140-jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1983 wurde vom 16. - 18.9.1983 mit drei Veranstaltungen würdig begangen.

Umrahmt von einem festlichen Kommers am 16.9 und einem Freundschaftssingen am 18.9. erlebten über 500 begeisterte Zuhörer den Höhepunkt des Festes, ein Chor- und Solistenkonzert am 17.9. mit dem durch Rundfunk und Fernsehen bekannten Bassisten Manfred Schenk, der Sopranistin Ruth Müller sowie den regionalen Spitzenchören Netphener Gesangverein unter seinem Chorleiter Musikdirektor Hans Lingerhand und dem MGV Nickenich unter Chorleiter Karl-Heinz Kohns.

 

lm Januar 1984 kam es zu einem erneuten Dirigenten-Wechsel. Musiklehrer Wolfram Schenk aus Kretz wurde eingestellt.

 Bei der Jahreshauptversammlung am 24.3.1984, vollzog sich auch ein Wechsel an der Vereinsspitze. Als Nachfolger von Erich Hendges, der dem Verein 12 Jahre vorstand, wurde der bisherige 2. Vorsitzende Peter Becker gewählt. Im gleichen Jahr wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen.

Vom 14. - 16.9 1984 war München das Ziel des Jahresausflugs. Diese Fahrt wird vielen noch als "Regentour" in Erinnerung geblieben sein. Der gecharterte Doppeldeckerbus war undicht war und die Mitreisenden der oberen Etage mussten zeitweise ihre Schirme aufspannen. Als Wiedergutmachung zahlte der Busunternehmer einen Teil des Reisepreises zurück und spendierte dem Verein eine Freifahrt zum Weihnachtsmarkt nach Rothenburg ob der Tauber, die am 9.12.1984 durchgeführt wurde.

Weitere Ausflüge der Sängerfamilie führten vom 8.-9.6. 1985 nach Oberbexbach ins Saarland, wo der Chor an zwei Veranstaltungen mitwirkte und vom 20.-22.6. 1986 mit der Bundesbahn nach Konstanz mit Schiffsfahrt auf dem Bodensee und Besuch der Insel Mainau.

Gemeinsam mit dem gemischten Chor der französischen Partnerstadt Paray-Vieille-Poste und dem Kirchenchor "Cäcilia" Kruft veranstaltete der Chor am 20.9.1986 ein Chor- und Solistenkonzert in der Vulkanhalle. Zum Gegenbesuch nach Frankreich startete der Chor am 4.4.1987 für zwei erlebnisreiche Tage in die Partnerstadt.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 5.3.1988 erklärte der l. Vorsitzende Peter Becker aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt. Die Versammlung wählte Lothar Büchel einstimmig zu seinem Nachfolger.

Der Jahresausflug 1988 führte am 24.9.1988 mit dem Bus entlang der Mosel über Bernkastel ins Dhrontal und von dort über den Hunsrück an die Nahe in ein Weingut nach Langenlohnsheim.

Am 10.6.1989 fand das Sängerfest der Pellenzchöre turnusgemäß wieder einmal in Kruft statt. Die "Concordianer" hatten alles gut vorbereitet. Eine stattliche Anzahl von Sängern und Angehörigen stellte sich für die Bewirtung der vielen Gäste in und neben der Vulkanhalle zur Verfügung, so dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde.

Ein besonders schönes Erlebnis war der zweitägige Sängerausflug nach Straßburg vom 16.-17.9.1989

Im Oktober 1989 gab es ein Sängertreffen mit dem MGV Erkelenz/Niederrhein und einem gemeinsamen Singen auf dem Rathausplatz

Der Jahresausflug 1990 ging in die nördliche Eifelregion. Der Abschluss im Winzerverein Walporzheim an der Ahr wurde mit lustigen Spieleinlagen ein fröhlicher Abend.

Anfang Februar 1991 schied Herr Schenk als Dirigent des Chores aus. Bis mit Herrn Walter Elzer aus Thür am 11.3.1991 ein neuer Chorleiter die Probearbeit aufnahm, half der aktive Sänger Achim Käfer, der kurz vorher seine Chorleiterprüfung abgelegt hatte, aus.

Vom 2.-4.8.1991 befand sich die Sängerfamilie auf großer Fahrt nach Norddeutschland. Mit zwei vollbesetzten Bussen ging es über Köln - Bremen - Hamburg - Neumünster zum Reiseziel Plöner See in Schleswig-Holstein.

Die erste Bewährungsprobe des Chores mit seinem neuen Chorleiter Elzer war der Auftritt beim Kreisleistungssingen am 5.4.1992 in Thür. Die beiden vorgetragenen Chorwerke wurden mit gut- sehr gut benotet, womit die nächste Stufe zum Erreichen des Titels "Meisterchor", das Bezirksleistungssingen, klar erreicht wurde.

Der Verein feierte am 18./19. und 20.06.1993 sein 150-jähriges Jubiläum, das am Freitag, dem 18.06. mit einem festlichen Kommers begann. Die Pellenzchöre gaben sich am Samstag, dem 19.06. anläßlich ihres alljährlich stattfindenden Sängerfestes ein Stelldichein in der Vulkanhalle. Die festlichen Tage wurden am Sonntag, dem 20.06. durch ein Freundschaftssingen, an dem 8 Vereine teilnahmen, beschlossen.

Am 25./26.09.1993 veranstaltete der Verein zum Abschluss des Jubiläumsjahres ein Chorkonzert, bei dem auch der gemischte Chor der französischen Partnerschaftsgemeinde Paray-Vieille-Poste mitwirkte.

Am 13.03.1994 reiste der Chor zum Regionalleistungssingen nach Holzappel. Der Auftritt war erfolgreich und somit wurde die erforderliche Vorstufe zum Meisterchor mit einer Punktzahl, die der Note „sehr gut“ entsprach, erreicht. 

Am 29.05.1994 nahm der Chor an einem Prädikatssingen des MGV Nickenich teil. Man schnitt in seiner Chorklasse mit gutem Ergebnis ab.

Nach dem Tod unseres Dirigenten Herrn Walter Elzer im Jahre 1995 leitete Herr Fuxius als neuer Chorleiter den Chor.

Am 08.06.1996 wirkte der GV Concordia 1843 Kruft beim Jubiläumskonzert des Krufter Kirchenchors mit.

Am 22.11.1997 nahm man am Kreisleistungssingen in Thür mit dem Ergebnis „sehr gut“ teil.

Das 155-jährige Jubiläum des Chores wurde am 05. bis 07.06.1998 gefeiert. Eröffnet wurde die Feier am 05.06. mit einem Kommersabend, am 06.07. richtete man das traditionelle Fest der Pellenzchöre aus. Die Feierlichkeiten wurden am 07.07.1998 mit einem Freundschaftssingen abgeschlossen.

Mit einem Karnevalswagen nahm der Chor am 16.02.1999 am Veilchendienstagszug des Krufter Karnevals teil.

Das 160-jährige Vereinsjubiläum feierte der Chor am 16.05.2003 in der Vulkanhalle. Als Gäste waren neben zahlreichen Zuhörern 10 Chöre anwesend, die den Festabend musikalisch gestalteten. Am nächsten Tag richtete man das alljährliche Fest der Pellenzchöre aus.

Der Kreissängerbund richtete am 09.05.2004 in der Krufter Pfarrkirche St. Dionysius ein Kirchenkonzert aus, in dem der GV Concordia Kruft teilnahm.

Am 16.05.2004 feierte die Ortsgemeinde Kruft zusammen mit ihren Bürgern die Einweihung des neugestalteten Dorfplatzes. Zu diesem Anlass unterhielt unser Chor die Zuhörer mit einigen Liedvorträgen.

Gemeinsam mit dem Gemischten Chor der französischen Partnergemeinde Paray-Vieille-Poste richtete man am 03.05.2009 in der Krufter Pfarrkirche St. Dionysius ein Kirchenkonzert aus. In diesem Jahr übernahm Wolfram Schenk erneut die Chorleitung von Bernd Schneider, der den Chor die letzten Jahre geleitet hatte.


Wandertag 2010

 

Unter Mitwirkung aller Krufter Gesangvereine sowie dem MGV Güls veranstaltete man am 18.12.2011 in der Pfarrkirche St. Dionysius Kruft ein Kirchenkonzert.


Auftritt in Cham 2012

Als ältester Chor des Sängerbundes Mayen-Koblenz feierte man am 07. bis 09.07.2013 das 170-jährige Jubiläum. Eröffnet wurden die Festtage mit einem Freundschaftssingen am Freitag, dem 07.06., an dem 15 Chören aus der Region teilnahm. Am Tag darauf richtete man das alljährliche Chorkonzert der Pellenzchöre aus. Zum Ausklang des Jubiläums trafen sich am Sonntag sechs Chöre zu einem Freundschaftssingen in der Vulkanhalle.


2013 Messe in Barweiler

Am 06.04.2014 fand unter Mitwirkung des MGV „Liederkranz“ Saffig , dem Gemischten Chor „Zwischentöne“  des MGV Saffig und dem Tenor-Solisten Jürgen Dany ein Kirchenkonzert in der Krufter Pfarrkirche St. Dionysius statt.

Der Gesangverein Concordia Kruft 1843 e.V. richtete am 19.07.2015 in der Pfarrkirche St. Dyonisius in Kruft unter der Schirmherrschaft des Kreis-Chorverbandes Mayen e.V. ein Kirchenkonzert aus. Unter der musikalischen Leitung von Kreis-Chorleiterin Barbara Nöst-Butz wirkten neben dem GV Concordia 1843 Kruft der Gesangverein Frohsinn Eich, der Werk-Chor Rasselstein, der Gemischte Chor im MGV „Maifeldgruß“ 1923 Mertloch, der Moderne Frauenchor im ARS MUSICA Ochtendung und der Männerprojektchor Klangwerk im Liederkranz 1880 Andernach sowie als Solisten Anita Reuter (Sopran), Michael Eube (Bass) und Hanns-Jürgen Eimer (Klavier) mit.

In der Jahreshauptversammlung am 11.03.2017 trat unser langjähriger 1. Vorsitzender Lothar Büchel von seinem Amt zurück und als neuer 1. Vorsitzender wurde Dieter Walter gewählt.

Zusammen mit den musiktreibenden Vereinen aus Kruft nahm der Chor am 07.05.2017 an einem Kirchenkonzert unter dem Motto „So klingt Kruft“ in der Krufter Pfarrkirche St. Dionysius teil.

2018 ist das Jahr in dem der Verein auf eine 175jährige Geschichte zurückblicken kann.

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